Phantasien eines hitzegeplagten Spaziergängers.

Jetzt sind sie wieder da, die Hitzetage, an denen Fußgänger in der Stadt ihren Weg auf Gehsteigen im Schatten von Häusern oder noch besser von kühlenden Baumalleen suchen. An solchen Tagen werden wir Menschen und aus eigener Erfahrung sogar uns   begleitende Hunde zu richtigen „Schattensuchern“. Was liegt da näher als der Gedanke, dass die Menschheit, die ihren ehrenden Artnamen Homo sapiens in Anbetracht ihrer Umweltzerstörung sowieso nicht mehr verdient, künftig zumindest über die Sommermonate in Homo umbram quaerens (schattensuchender Mensch) umzubenennen?

Die bei dieser Hitze fast schon existenzielle Bedeutung des Schattens kann aber auch Anlass für einige heitere Gedankenspielereien sein wie:

  • Werden uns im Laufe dieses Sommers nicht gewählte Regierungen, sondern „Schattenregierungen“ sagen wie es weitergeht?
  • Kommt es vor allem in Corona-Zeiten zur Rehabilitierung der „Schattenwirtschaft“?
  • Wird ein „Schattendasein“ als alternativer Lebensweg erstrebenswert sein?
  • Wird die Feststellung, dass jemand „ein Schatten seiner selbst“ sei, zumindest im Sommer als Kompliment zu werten sein?
  • Werden Krankenkassen künftig in noch größere finanzielle Schwierigkeiten geraten, wenn sie für Kursuchende zusätzlich einen „Kurschatten“ bewilligen werden müssen?
  • Werden solche Kurschatten den nötigen Corona-Abstand halten können ohne die gewünschte Wirkung zu verlieren?
  • Soll man sich freuen oder ängstigen, wenn man zur Einhaltung der Corona-Verhaltensempfehlungen „beschattet“ wird?

Zur Fortführung dieser kühlenden Gedankenspielereien appelliert an Ihre Phantasie

Ihr

Spaziergänger